Padel-Boom zieht Spieler und Fans beim RSV Emden an

Trendsport – Ehemaliger Emder Jung hat mit seinem Schwager zwei Courts in Emden fertiggestellt.

Vor gut drei Monaten war der obligatorische Spatenstich, jetzt meldet der ehemalige Emder Frank Eilers Vollzug: Beim Rasensportverein Emden sind in dieser Zeit seit Ende Februar zwei Padel-Courts entstanden. Und nach den Worten von Eilers waren die Buchungen für die beiden Plätzen zum offiziellen Start sehr gut. „Hier war richtig der Bär los“, sagt er. Ein freier Zeit-Slot sei am ersten Wochenende nicht mehr zu haben gewesen.

Der RSV-Vorstand war schon bei der ersten Präsentation Feuer und Flamme für die Idee. Schließlich profitiert der Verein nicht nur davon, dass jetzt wieder mehr Leben auf der Anlage herrscht. „Wir zahlen an die Eisenbahn als Grundstückseigentümer und an den RSV Emden, der uns die Umkleiden und Duschen zur Verfügung stellt, eine Pacht.“ Eilers betont aber, dass am Ende für ihn und seinem Schwager Benni Kelhüseyin sich ihr Investment von rund 185.000 Euro bezahlt machen muss. „Wir haben ein wirtschaftliches Interesse.“ Der Spiel-Auftakt lässt schon einmal darauf hoffen. „Die Spieler gaben sich hier die Klinke in die Hand.“

Spiel zu viert besonders günstig

Eine Stunde kostet auf dem Court 30 Euro. Da ein Spiel zu viert nach den Worten von Eilers am meisten Spaß macht, würden sich die Unkosten pro Person auf 7,50 Euro pro Stunde reduzieren. Dazu kooperieren die Macher mit Hansefit. Mitglieder des Fitnessstudios bekommen noch einmal ermäßigten Eintritt. Und stornieren können die Spieler die Buchung bis 24 Stunden vor dem Termin. Einzige Ausnahme: „Bei Regen und wenn uns die Spieler ein Bild schicken von der Regenfront, dann erstatten wir die Kosten.“ So haben sich beispielsweise Urlauber für die Sommerferien eingebucht und die wüssten ja nicht, ob es dann nicht aus Kübeln schüttet. Denn ein Dach haben beide Courts nicht.

Das hat auch seinen Grund. „Es braucht beim Spielen auch eine gewisse Höhe, die du ausnutzen kannst.“ Was den Trendsport vor allem ausmacht: „Er ist wirklich von jedem zu erlernen“, sagt Eilers. „Ich selbst habe auf einem Turnier gegen 11- und 12-Jährige gespielt und da war kein Unterschied zu sehen.“ Dazu brauche es auch keine Kraft. „Das Spiel ist eher taktisch geprägt.“ Wichtig ist aber trotzdem, dass die Spieler einigermaßen fit sind. Und wer keine Partner zum Mitspielen hat, kann sich über eine interne WhatsApp-Gruppe oder die BuchungsApp „Playtomic“ Mitspieler anfragen.

Eilers lobt Zusammenarbeit mit der Stadt

Eilers betont beim Pressegespräch noch einmal – auch zwei Ratsmitglieder der FDP wollten sich vor Ort über diese Trendsportart informieren, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Emden beim Bau „mega gut“ gelaufen ist. Und bei der Frage, ob alles pünktlich geklappt hat, muss Eilers lächeln. „Welcher Bau wird schon ohne Verzögerung fertig.“ Das Aufbauteam von Adidas konnte erst zwei Wochen später anfangen.

Eilers wollte in Emden etwas für Jedermann machen, das scheint geglückt. Doch der umtriebige Ex-Emder hat noch mehr Ideen im Köcher. Genaues sagt er nicht. „Wir wollen erst einmal abwarten, wie es hier läuft“, ist ihm zu entlocken. Denn in anderen Regionen in Ostfriesland und darüber hinaus sind die Vereine und Gemeinden in Sachen Padel schon viel weiter.

Weitere Informationen gibt es auf www.padel-ostfriesland.de/ im Internet.

Quelle: Emder Zeitung vom 13.06.26
www.EmderZeitung.de