Handball – Für mehr Power: HSG und SF-Sparte bündeln ihre Kräfte – Verbleib in den Stammvereinen
Eigentlich besteht eine Zusammenarbeit schon seit Jahren auf verschiedenen Ebenen. Jetzt werden aber die HSG Emden und die Handballsparte der Sportfreunde Larrelt offiziell zusammenarbeiten. Dann mit insgesamt 20 Mannschaften. Der Startschuss für alle Emder Handballer unter dem Namen HSG Emden ist der 1. Juli in knapp drei Monaten.
Die Zeit drängte, denn es müssen so langsam alle Mannschaften für die Spielzeit 2026/2027 gemeldet werden. Damit das zur neuen Saison reibungslos klappt, gaben alle Verantwortlichen in den vergangenen Wochen ordentlich Gas. „Wir waren uns alle einig, dass dieser Zusammenschluss kommen muss, um den Handball in Emden voranzubrin gen“, sagt Günter Gravemann von der HSG. Und SF-Spartenleiter Jan Kaufmann ergänzt, dass das große Ziel dabei sei, „irgendwann einmal ein Verbandsliga- oder Oberliga-Team in der Jugend oder bei den Erwachsenen stellen zu können.“ Dieses Ziel ist langfristig angelegt. Um das aber irgendwann einmal erreichen zu können, wurden jetzt Verträge geschlossen.
„Die Sparten werden weiterhin in den Stammvereinen bleiben“, erklärt Hannelore Spannhoff (2. Vorsitzende der HSG). Denn die HSG Emden ist kein eigenständiger Verein. Deshalb werden „die Stammvereine dann die HSG finanzieren“, so Spannhoff. Für den Zusammenschluss bedarf es allerdings auch Änderungen im HSG-Vorstand. Aus den drei Vereinen BW Borssum und RSV Emden (HSG Emden) sowie SF Larrelt werden Vertreter im HSG-Vorstand sitzen. „Jan würde dann beispielsweise den dritten Vorsitzenden bei der HSG übernehmen“, sagt Gravemann. Um alle Handballer zu informieren und für eventuelle Wahlen, gibt es am 8. Mai eine gemeinsame Jahreshauptversammlung der HSG und der Handballsparte aus Larrelt im Sportheim von Blau-Weiß.
Ziel ist es ebenfalls, dass zukünftig schlagkräftige Mannschaften in den Ligen gestellt werden können. Larrelter Männer haben schon bei der HSG Emden gespielt, die zweite Frauenmannschaft der HSG Emden ist nach Larrelt gewechselt. Das hat gut funktioniert. Weiterhin werden die Verantwortlichen den Fokus darauf legen, dass mehr Trainer eine entsprechende Ausbildung bekommen. Allerdings, sagen die drei, gibt es in Sachen Trainerposten und Betreuer auch im neuen K onstrukt immer Bedarf. „Wir stehen vor Herausforderungen und wollen uns einfach breiter aufstellen im Handball in Emden“, sagt Kaufmann. Die neue HSG Emden sei dann sicherlich die größte Handballsparte in Ostfriesland und Weser-Ems, wirft er noch ein.
Aus den Mannschaften haben die Verantwortlichen ebenfalls positive Rückmeldungen erhalten. „Wir haben das aber auch früh genug kommuniziert“, ergänzt Spannhoff. Nach etlichen Gesprächen und gemeinsamen Sitzungen sei jetzt auch organisatorisch alles im Lot. Am Ende gab es im Grunde genommen nur positive Stimmen für eine Zusammenlegung. „Die Gespräche mit dem Larrelter Vorstand waren sehr gut“, freut sich Gravemann.
Am 9. Mai spielt die erste Herren der HSG Emden ihr letztes Punktspiel in der BBS II-Halle. „Dann wollen wir eine kleine Party veranstalten und hoffen, dass möglichst viele Emder Handballer dabeisein werden“, sagt Gravemann. Und danach werden die Karten zum 1. Juli neu gemischt – und die Verantwortlichen hoffen, in eine positive Handball-Zukunft in Emden.
Quelle: Emder Zeitung vom 18.04.2026
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