Erste Bälle rollten über den Kunstrasen

Der neue Platz auf dem Herrentor-Sportgelände ist am Samstag feierlich eröffnet worden.

Es dauerte nicht lang, da war der erste Emder Kunstrasenplatz fest in Kinderhand: Schon kurz vor einem Freundschaftsspiel der Bambini-Kicker von Blau-Weiß Borssum und SuS Emden sind am Samstag zahlreiche junge Fußballer und Hockeyspieler auf das künstliche Grün gestürmt. Rund 150 Eltern, Gäste aus der Emder Sportszene und Politiker verfolgten bei der Eröffnungsfeier des Platzes, wie sich die jungen Sportler auf dem neuen Spielfeld im Herrentor-Viertel vergnügten.

Die Fertigstellung des Spielfelds an der Pillauer Straße war von der Emder Fußball-Szene sehnlichst erwartet worden. Immer wieder mussten die Arbeiten an dem 600 000 Euro teuren Großprojekt wegen lang anhaltender Regenfälle unterbrochen werden. „Von September bis Januar gab es fast keinen Tag, an dem es nicht geregnet hat”, sagte Hans-Jürgen Wehmhörner, Vorsitzender des Stadtsportbundes (SSB), bei seiner Rede zu der Eröffnung. Umso größer war die Freude der Gäste auf dem Gelände im Herrentor-Viertel, dass die Premiere am Samstag bei bestem Wetter gefeiert werden konnte.

Die Jugend steht im Vordergrund.

Der SSB hatte sich federführend als Bauherr um die Umsetzung des Kunstrasen-Projektes gekümmert. Der Platz soll in erster Linie jungen Sportlern zur Verfügung stehen: den Jugendteams von Eintracht Emden JFV, den „Eintracht”-Stammvereinen sowie den Feldhockey-Teams des Emder Tennis- und Hockeyclubs (ETHC). Wehmhörner, der selbst von vielen Seiten Lob für seinen Einsatz für das Projekt erhielt, dankte den Vereinen sowie dem Rat und der Verwaltung der Stadt Emden für die Unterstützung des Baus. Die Stadt hatte für das Projekt 500 000 Euro als Kredit zur Verfügung gestellt, den die Vereine zusammen zurückzahlen. Die restlichen 100 000 Euro der Gesamtsumme kamen als Zuschuss vom Landessportbund.

Die hohe Bedeutung des neuen Emder Spielfeldes betonte Winfried Neumann, Kreisvorsitzender des NFV-Kreises Ostfriesland: „Von Ende November bis Anfang März hat sich auf den Fußballplätzen so gut wie gar nichts getan”, sagte Neumann mit Blick auf die zahlreichen wetterbedingten Spielausfälle. „Es ist eine ganz entscheidende Aufgabe, hier tätig zu werden.” In ein paar Jahren sollte es im besten Fall in jeder Gemeinde einen und in Emden gleich mehrere Kunstrasenplätze geben. In diesem Zusammenhang kamen an dem Eröffnungstag auch immer wieder die Pläne von TuS Rot-Weiß zur Sprache, das zweite künstliche Grün in Emden anzulegen.

Die Pflege und Aufsicht des neuen Kunstrasen-Platzes an der Pillauer Straße wird künftig Wilfried Rademaker übernehmen, der kürzlich eine Wohnung im JFV-Vereinsheim bezogen hat. Pünktlich zum Eröffnungstag wurde am Samstag ein spezieller Trecker geliefert, mit dem Rademaker künftig seine Bahnen drehen wird, um das Grün zu pflegen.

Ernst wird es auf diesem am 6. Mai: Dann wird ein Hockey-Team des ETHC auf dem ersten Emder Kunstrasen-Platz das allererste Punktspiel bestreiten, bevor es bald auch für die jungen Fußballer zur Sache gehen wird.

Quelle: Emder Zeitung vom Montag, 23. April 2018, Seite 19
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