Ein Preis für die sportliche Seite Emdens / StadtSportBund mit dem Integrationspreis ausgezeichnet

Es ist die Auszeichnung und ein weiterer Lohn für die nunmehr fünf Jahre andauernde Arbeit, die in Emden für die Integration der Flüchtlinge durch den Sport geleistet wird. Der Stadtsportbund (SSB) Emden (SSB) und die Initiative YOUgend Integrate haben stellvertretend für gleich sieben Projekte den Integrationspreis der Landes Niedersachsen erhalten.

„Das macht uns natürlich mächtig stolz”, sagte Hans-Jürgen Wehmhörner, Vorsitzender des SSB. Neben dem Preis gibt es vom Land insgesamt 24 000 Euro. Da es vier Preisträger gibt, erhält jeder 6 000 Euro. „Wir teilen uns das Geld zu gleichen Teilen mit YOUgend Integrate”, so Wehmhörner. Obwohl die Förderung des Landes Niedersachsen für das Projekt nun abläuft, wollen sowohl der SSB als auch die anderen Projekte am Ball bleiben. Insgesamt 25 000 Euro steuerte der Landessportbund (LSB) nach Emden. 10 000 Euro stellte der SSB bereit. „Ohne die Unterstützung vom Land wären diese Projekte allesamt kaum möglich gewesen”, so Wehmhörner.

Zu den Projekten zählen die ins Leben gerufenen Sportpartnerschaften „Gemeinsam aktiv” und „YOUgend Integrate”, die „Notunterkunft Barenburg”, das „Big Point-Zentrum”, sowie das Projekt Jekami (Jeder kann mitmachen) – ein Fußballturnier für Hobbymannschaften.

Für Eun-Heui Chae, die Mitgründerin der Initiative „YOUgend Integrate”, ist es nur ein weiterer Ansporn, um an ihrem Projekt weiterzuarbeiten: „Ich glaube, dass unsere Zahlen für sich sprechen. Wir feiern im August bereits den 40. Sporttag. Damit haben wir am Anfang selbst nicht gerechnet.” Einmal im Monat kommen viele der ehrenamtlichen Helfer und der Flüchtlinge zusammen. „Wir fungieren dann als eine Art Vermittler”, sagte Rainer Spiewack. Auch er gehört der Initiative an und spricht von einer harten Zeit am Anfang: „Viele derer, denen wir geholfen haben, haben anfangs nur genommen und nichts zurückgegeben. Nach und nach tauten sie dann auf”, so Spiewack weiter.

Die letzten fünf Jahre hatten es für alle Beteiligten in sich: das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, die Probleme der verschiedenen Nationalitäten untereinander oder das schlichte einhalten der Grundgesetze. „Es gab auch Probleme mit Respekt vor Frauen, auch vor Eun-Heui (Chae). Aber wir haben das alles bewältigt und können stolz auf uns sein”, sagte Spiewack.

Besonders wichtig war den neuen Emder Preisträgern aber auch die Würdigung ihrer Helfer. „Ohne unsere zahlreichen Ehrenamtler hätte wir diesen Preis gar nicht erst bekommen”, so Chae. Das Interessante: Selbst mit ihnen hätten sie diesen Preis wohl nicht bekommen, wenn Sven Dübbelde, Vertreter der Stadt Emden, nicht das gesamte Projekt beim Land Niedersachsen eingereicht hätte: „Es ist ein fast einzigartiges Projekt. Ich konnte nicht anders, als es dort vorzuschlagen”, so Dübbelde.

Er sollte recht behalten: Gemeinsam mit drei weiteren Siegern setzte sich das Projekt aus der Seehafenstadt Emden unter insgesamt 160 Bewerbungen durch. An aufhören denkt nun aber niemand.

Quelle: Emder Zeitung vom Donnerstag, dem 20.06.2019 (Seite 15)
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