Hans-Jürgen Wehmhörner sagte “Tschüss”

Der bisherige Stadtsportbundchef Hans-Jürgen Wehmhörner sagte nach 19 Jahren im Amt „Tschüss“. Er blickte auf sehr gute Jahre zurück, wurde aufgrund der ihm zugedachten Würdigungen und seinem Abschied aber wehmütig.

Die goldene Ehrennadel für sein unermüdliches Engagement: Die erhielt Hans-Jürgen  Wehmhörner (Mitte) von Michael Koop (rechts/Sprecher des Landessportbundes) überreicht, Jörg Kromminga (links/Vorsitzender Kreissportbund Leer) durfte sie ihm anstecken. BILD: DIRK DE VRIES
Die goldene Ehrennadel für sein unermüdliches Engagement: Die erhielt Hans-Jürgen Wehmhörner von Michael Koop (rechts / Sprecher des Landessportbundes) überreicht, Jörg Kromminga (links / Vorsitzender Kreissportbund Leer) durfte sie ihm anstecken.
 
Der Mann hat polarisiert. Die Zusammenarbeit mit ihm war anstrengend, aber auch vom gegenseitigen Respekt geprägt. Er war ein zäher Verhandlungspartner, aber auch kompromissbereit: So fielen die Gastbeiträge beim Stadtsporttag in der Aula der Oberschule in Borssum aus, als der Vorsitzende im Stadtsportbund (SSB) Emden, Hans-Jürgen Wehmhörner , gewürdigt wurde. Er stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Sein Nachfolger wurde Peter Bartsch.

Die Laudatoren hoben noch einmal hervor, dass Wehmhörner in seiner Schaffenszeit beim SSB sehr viel für den Emder Sport herausgeholt hat (Oberbürgermeister Tim Kruithoff ), immer ein angenehm, unangenehmer Partner in den Gesprächen war ( Michael Koop vom Landessportbund), oder er den Sport in der Zusammenarbeit immer in den Vordergrund gestellt hat ( Jörg Kromminga , Vorsitzender Kreissportbund Leer). Rainer Hoffmann , stellvertretender Vorsitzender im Fußballkreis Ostfriesland, sagte, dass er wertschätze, dass der „alte Hase“ Wehmhörner ihn als damals „jungen Mitstreiter“ auf Augenhöhe begegnet ist. „Der Emder Sport, und ich denke, ich spreche für alle Vereine, sagt dir danke“, so Hoffmann.

Abschiede sind immer auch ein bisschen wehmütig, davon konnte sich Wehmhörner an diesem Tag nicht frei machen. So schimmerten seine Augen in vielen der Gastbeiträgen leicht feucht. Als Koop ihm dann für seine Arbeit auch noch die goldene Ehrennadel, die höchste Auszeichnung des Landessportbundes überreichte, war der als „harter“ Verhandlungspartner bezeichnete Wehmhörner doch überrascht und gerührt. Ebenso erging es ihm, als der neue Vorsitzende im Stadtsportbund seinen Vorgänger als Ehrenvorsitzenden vorschlug. Die Versammlung entschied diese Antrag von Bartsch einstimmig positiv.

In seiner letzten offiziellen Rede als SSB-Chef ging Wehmhörner auf die vielen Dinge ein, die der SSB bewegt hat. „Ich denke, dass wir erfolgreiche Jahre mit einem sehr guten Team gestaltet haben“, so Wehmhörner. Und es würde im SSB sicherlich ganz anders laufen, wenn die Geschäftsstelle mit Karin Reinema und Anja Büttner nicht wäre. „Ohne die Beiden könnten wir gar nicht vernünftig arbeiten.“

Wehmhörner unterstrich noch einmal, dass der SSB immer einvernehmlich über Parteigrenzen hinaus und in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt für die Emder Sportler etwas erreicht hat. „Wir sind Dienstleister für die Vereine.“ Allerdings, er habe in seiner Amtszeit auch nicht alle Ziele erreicht. „Es gibt noch etwas zu tun.“ Das obliegt jetzt aber seinem Nachfolger.

Quelle: Emder Zeitung vom Montag, den 01.11.2021
www.EmderZeitung.de