Gelungenes Fußball-Fest

Die 37. Emder Stadtmeisterschaft hatte den Zuschauern viel zu bieten. Blitzschnelle Dribblings, spannende Zweikämpfe und Partien – die Zuschauer sind bei der 37. Emder Stadtmeisterschaft im Hallenfußball voll auf ihre Kosten gekommen. „Insgesamt haben wir rund 2000 Karten, darunter auch viele für beide Tage, verkauft”, sagte Bernd Gravemann. Die Turnier-Ausrichter Blau-Weiß Borssum und sein Verein Amisia Stern Wolthusen seien sehr zufrieden mit dem Zuspruch der Fußballfans gewesen.

Wie schon am Vorrunden-Tag war die Nordseehalle auch am Samstag bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt. „Viele mussten stehen. Es wäre gut, wenn es im kommenden Jahr mehr Sitzgelegenheiten geben würden”, sagte Gravemann, der zusammen mit Christian Fraas von Blau-Weiß Borssum die Turnierleitung übernahm.

Die ausrichtenden Vereine freuten sich über die Tatsache, dass es bei dem Turnier trotz der zahlreichen Zuschauer keine Auseinandersetzungen gab. „Außer den hitzigen Debatten auf dem Spielfeld ist alles sehr friedlich gewesen”, sagte Gravemann. War die Vorrunde noch sehr fair verlaufen, ging es am zweiten Tag auf dem künstlichen Grün deutlich härter zur Sache. „Es gab von den Spielern viele verbale Entgleisungen, für die es auf dem Platz die Rote Karte geben würde”, bedauerte Jan Lammers, der bei der Stadtmeisterschaft als Schiedsrichter im Einsatz war.

Doch es blieb nicht nur bei Beleidigungen, es kam auch zu körperlichen Unsportlichkeiten. Nach Gravemanns Meinung wäre es eine Überlegung wert, die Schiedsrichter, die gerade nicht pfeifen, bei wichtigen Entscheidungen mit einzubeziehen. Insbesondere dachte er dabei an eine Szene, in der der Kickers-Spieler Daniel Horn den Borssumer Torwart umstieß. Lammers hatte das harte Foul nicht gesehen, da die Partie auf der anderen Seite des Spielfelds weiterlief. Laut Gravemann wohl aber die anderen Schiris, die jedoch nicht eingreifen durften. Zudem regt der Sternamise an, klarere Regeln für das Festhalten an der Bande und Zeitspiel der Torhüter zu etablieren.

Ehrungen für zwei herausragende Akteure.

Vorbildliche Arbeit im Kasten leistete Marco Remmers von der SG Rot-Weiß Emden/Kickers II, der als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet wurde. Mit seiner überragenden Offensivkraft sicherte sich André Krzatala die Torjägerkanone. Er erzielte an beiden Turniertagen insgesamt 14 Treffer für die Larrelter Sportfreunde.

Voll des Lobes war Gravemann für die Zusammenarbeit mit Hauptausrichter Blau-Weiß Borssum und dem Technik-Team der Nordseehalle um Holger Freesemann. Zusammen hatten sie einige Hürden zu überwinden. Wie im vergangenen Jahren hatte das Auslegen des feuchten Kunstrasens einige Probleme bereitet (wir berichteten). Am Ende lag das Grün aber gut und laut Gravemann habe sich keiner negativ über das Spielfeld geäußert.

Ein Extra-Lob von ihm gab es für die „Dirks Group”, die die Mietkosten für die fünfmal drei Meter große LED-Leinwand übernommen hatte, auf der die zahlreichen Zuschauer mit Informationen versorgt wurden. Der Abbau der Info-Tafel, Banden und des Spielfeldes sei am Samstagabend „zügig vonstatten gegangen”.

Die Verantwortlichen mussten zudem die vielen in den Kabinen feiernden Teams dazu bewegen, diese irgendwann zu verlassen. Dies war jedoch kein großes Problem. „Viele würden am liebsten die ganze Nacht bleiben. Das zeigt aber auch, dass die Fußballer eine große Familie sind”, sagte Gravemann.

Emder Zeitung vom Montag, 31. Dezember 2018, Seite 16
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