Es ändert sich doch nichts bei der Förderung von Sportstättenbaumaßnahmen

Glücklich ist der Chef vom Stadtsportbund (SSB) Emden, Hans-Jürgen Wehmhörner, nicht über die Aussage gewesen, die der Schriftführer vom NFV-Kreis Ostfriesland, Theo Hinrichs, beim Treffen des Kreis-Vorstandes mit Vertretern der Vereine aus Emden sowie der Gemeinden Hinte und Krummhörn im Vereinsheim von Concordia Suurhusen vor elf Tagen gemacht hat. Hinrichs sagte dort: „Jetzt ist die Chance um einiges größer, dass sich Kunstrasenplätze realisieren lassen, weil die finanziellen Möglichkeiten durch diese zusätzlichen Mittel höher sind.” Das müsse er dringend relativieren, so Wehmhörner.

Hintergrund der höheren finanziellen Mittel sind zusätzliche 100 Millionen Euro, die die Landesregierung für die Sportstättensanierung bereitstellt. „Grundsätzlich gelten für die Vereine bei der Förderung von Maßnahmen dieselben Bedingungen wie vorher”, sagte Wehmhörner. Beim Landessportbund (LSB) können sich Vereine 30 Prozent der Investitionssumme und von der Stadt noch einmal über den Stadtsportbund 30 Prozent fördern lassen. „Wichtig ist aber, dass die Vereine selbst über ein finanzielles Polster verfügen müssen.” Unterm Strich müssten 40 Prozent der Investitionssumme die Vereine stemmen.

Hinrichs hatte in seinem Beitrag vor der Versammlung erwähnt, dass, wenn die Kommunen Besitzer der Sportstätten sind, andere Förderungen möglich seien. Denn die 100 zusätzlichen Millionen Euro gehen zu einem Fünftel über den Landessportbund an die Vereine, zu vier Fünftel an die Kommunen. „Das stimmt, aber beispielsweise eine Stadt wie Emden, wo zurzeit nachgedacht wird, wie noch eingespart wird und wo, kann kein Geld ausgeben, auch wenn sie Besitzer der Sportstätte ist, weil kein Geld da ist”, so Wehmhörner. Da nützen auch keine 80 Millionen Euro in einem weiteren Topf.

Wehmhörner geht sogar so weit, dass seiner Meinung nach eher reiche Kommunen und Vereine von dem zusätzlichen Topf profitieren. „Wenn ein Verein eine Förderung beantragt und selbst wenig oder kein Geld hat, werden wir als Stadtsportbund keine Förderung genehmigen.” Der SSB fördere sowieso nur in Höhe des Budgets der Stadt. Wenn der Topf dort leer sei, dann können Vereine nur noch 30 Prozent beim LSB beantragen. „70 Prozent muss dann der Verein stemmen.” Das Kapital eines Vereins ist wichtig und dazu noch eine saubere Finanzierung. „Das ist das A und O einer Förderungsgenehmigung.”

Ein aktuelles Beispiel, wo die Förderung aus dem 20-Millionen-Euro-Topf kommt, hatte Wehmhörner auch. Der TuS Rot-Weiß kann mit einer Maximalförderung von 100 000 Euro für den geplanten Kunstrasenplatz rechnen. „Eigentlich könnte es dort schon losgehen, aber über die Landesrichtlinien für diese Förderungen muss noch beraten werden.” Die sind bindend und werden am 1. März greifen. Dann könnte es beim TuS losgehen.

Quelle: Emder Zeitung vom Freitag, 25. Januar 2019, Seite 15
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