Erste Turniererfahrungen gemeistert

WBO-Turnier beim Reit-und Fahrverein Concordia Emden in Larrelt.

„Aufsatteln” hat es für die diesjährigen Teilnehmer am WBO-Turnier des Reit-und Fahrvereins (RuF) Concordia Emden geheißen. In insgesamt 14 Prüfungen verteilt auf zwei Tage zeigten die begeisterten Nachwuchsreiter ihr Können und sammelten zugleich erste Turniererfahrungen.

In Begleitung ihrer Familien und Freunde stiegen die jungen Pferdeliebhaberinnen am ersten Turniertag für das Dressurreiten in den Sattel. Auch die Schritt-, Trap- und Galopp-Prüfung absolvierten die jungen Reiterinnen im weiteren Turnierverlauf mit Bravour.

Die elfjährige Jana Stachowski freute sich besonders über ihren ersten Platz in dieser Disziplin. „Ich reite seit meinem achten Lebensjahr besonders gerne, weil mir die Nähe zum Tier so gut gefällt”, sagte sie am Rande des Turniers. Auch ihre Reitkollegin Leni Janssen (Larrelt) freute sich über den ersten Platz in der Führzügeldisziplin, auch sie reitet bereits seitdem achten Lebensjahr regelmäßig im Verein.

Die Führzügelklasse repräsentiert die Einstiegsebene des WBO-Turniers sehr gut, da die ganz Kleinen hier durch Begleitung einer zweiten Person geführt werden und ihre ersten Fortschritte auf und mit dem Pferd zeigten.

Den Spaßfaktor lieferte zum Ende des ersten Turniertages vor allem die Dressur-Paarklasse. Ein echtes Highlight war es, da die Reiterinnen ihre Kür in extravaganten Kostümen absolvierten. Nicht nur die zahlreichen Zuschauer, auch die erste Vorsitzende des RuF Concordia Emden, Christiane Popp war begeistert. „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie viel Mühe sich der Nachwuchs macht, da geht mein Herz auf”, sagte sie.

Auch der Mannschaftsgedanke steht für Christiane Popp in Zukunft an einer wichtigen Stelle, da dieser in einer Einzelsportart wie dem Reiten nicht verloren gehen darf. Ein unbeschwerter Einstieg in das Turniergeschehen und dem Wettbewerb stehe im Vordergrund, wobei auch die Auseinandersetzung mit dem Pferd laut Popp eine große Rolle spielt: „Pferde sind unbestechlich, Frustration ist ein fester Bestandteil des Reitsports. Die Reaktion auf schwierige Situationen fördert zugleich die individuelle Lernfähigkeit der Kinder und jugendlichen. Dies kann auch im weiteren Lebenslauf von Vorteil sein.”

Beurteilt wurden die Turnierleistungen von mehreren Richtern vor Ort, wobei diese ein direktes Feedback dem Nachwuchs vermittelten. Richterin Mona Blonn lobte vor allem die gute Organisation des WBO-Turniers: „Der Zeitplan funktioniert gut, wir fühlen uns zudem beim RuF Concordia Emden sehr wohl”. Blonn und die anderen Richter legten ihren Fokus bei ihren Rückmeldungen an die Reiterinnen durch altersgerechte Kommentare. Wohlwollende Tipps standen hierbei im Vordergrund, damit auch in Zukunft bei dem Nachwuchs ein positives Gefühl verbleibt.

Den Abschluss eines rundum gelungenen Turniers bot die sogenannte „Jump and Run”-Disziplin, in der nicht nur die Reiter mit Pferd, sondern auch ohne ihren Vierbeiner den Parkour bestritten. Wer am Ende die Aufgabe am schnellsten meisterte, gewann diesen sehr spaßorientierten Wettbewerb. Die letztendlich erbrachte Teamleistung fand auch im Publikum besonderen Anklang und zauberte dem ein oder anderen Zuschauer ein riesengroßes Lächeln ins Gesicht.

Ohne die Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer wäre all dies jedoch nicht möglich gewesen. Auch die Geschäftsführerin des RuF Concordia Emden, Elke Schaaf, betonte die tolle Leistung der Helfer. „Wir sind der drittgrößte Verein Ostfrieslands und stolz auf jeden einzelnen der seine Hilfe angeboten hat, denn ohne diesen Einsatz wäre uns vieles nicht möglich”, sagte sie. „Zudem sind wir unseren Sponsoren sehr dankbar für die tollen Preise, die wir vergeben können, somit geht hier niemand mit leeren Händen nach Hause”.

Schon bald heißt es bei RuF Concordia Emden wieder Aufsatteln, wenn am 06. Oktober das nächste Turnier ansteht.

Quelle: Emder Zeitung vom Montag, 27. August 2018, Seite 20
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