Eintracht – Spielgemeinschaft für Frauen im Gespräch

Spielgemeinschaft für Fußballerinnen von TB Twixlum, SV Petkum und SuS Emden wird diskutiert.

Zur zweiten Arbeitstagung zum Thema „Frauenfußball“ hatte kürzlich Rainer Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises Ostfriesland, Vertreter der Emder Vereine eingeladen, die derzeit mit einer Frauenfußball-Mannschaft im Spielbetrieb aktiv sind. Bei der Diskussion unterbreitete Peter Bartsch, 2. Vorsitzender von SuS Emden, den Vorschlag, die Vereine TB Twixlum, SV Petkum und SuS Emden für einen zunächst zeitlich begrenzten Zeitraum als Spielgemeinschaft (SG) zusammenzuführen und der SG dieser drei Stammvereine des Jugendfördervereins (JFV) Eintracht Emden ebenfalls den Namen „Eintracht“ zu geben.

Nachdem bereits im November ein erstes Treffen stattgefunden hatte (wir berichtete) fanden sich auch dieses Mal die Vertreter von Kickers Emden, TB Twixlum, SuS Emden, TuS Rot-Weiß Emden und Eintracht Emden JFV im SuS-Sportheim ein. Einzig der SV Petkum fehlte bei der Zusammenkunft, während FT 03 bereits frühzeitig angekündigt hatte, sich zur kommenden Saison aus dem Frauenfußball zurückzuziehen.

Nach kurzer Diskussion wurde deutlich, dass die Idee eines zentralen Emder Frauenfußball-Vereins für Kickers und Rot-Weiß aufgrund der aktuell funktionierenden Mannschaftsstrukturen derzeit nicht in Betracht kommt. Sowohl SuS als auch der TB Twixlum zeigten sich für eine strukturelle Neu-Ausrichtung im Frauenfußball hingegen offen. Ähnlich hatte sich im November auch der SV Petkum geäußert, zumal die Frauen-Mannschaft des SV Petkum im Sommer einer noch ungewissen Zukunft entgegen blickt, ebenso wie die SG SuS/FT 03/Twixlum II. Beide Mannschaften sind derzeit im Tabellenkeller der Ostfrieslandklasse A beheimatet und kämpfen mit personellen Problemen.

Der Jugendfußball als Vorbild für die neue SG.

Eine SG zwischen TB Twixlum, SV Petkum und SuS Emden wäre daher eine Möglichkeit, die Kräfte zu bündeln. „Die Einzigen, die hierzu zustimmen müssten, wäre der JFV Eintracht selbst. Für die Staffelleitung ist der SG-Name gleichgültig und bei einer bloßen Spielgemeinschaft wird auch das Vereinsregister nicht involviert“, sagte Bartsch, nach dessen Idee die acht Stammvereine des gleichnamigen JFV damit im Frauenfußball ähnlich zusammen agieren könnten wie im Jugendfußball – nur nicht in Form eines eigenen Vereins.

„Die Bezirksliga-Mannschaft vom TB Twixlum könnte dabei als SG Eintracht Emden I personell unverändert im Bezirk weiterspielen, während man die derzeit kriselnden Kreisklassen-Teams vom SV Petkum und der SG SuS/FT 03/Twixlum II zur SG Eintracht Emden II auf Kreisebene zusammenführen kann, bevor beide Mannschaften im Sommer eventuell auseinanderbrechen”, erklärte Bartsch. Etwa nach drei Jahren könne man sich dann zusammensetzen und entscheiden, ob diese Zusammenarbeit weitergeführt werden soll. Oder ob sie vielleicht auch zu einem eigenen Frauenfußball-Verein führen kann. „Vielleicht auch mit Kickers und dem TuS Rot-Weiß“, so Bartsch.

Sowohl Rainer Hoffmann als auch der Stadtsportbund-Vorsitzende Hans-Jürgen Wehmhörner befürworteten den Vorschlag und strichen sogleich die Vorteile einer solchen Zusammenarbeit heraus. „Der vor fünf Jahren gegründete Jugendförderverein Eintracht ist meines Erachtens eine Erfolgsgeschichte, obwohl es auch damals viele Bedenkenträger gegeben hat“, sagte Hoffmann. Und Wehmhörner unterstrich: „Ein solches Angebot bekommt man so schnell nicht wieder, hier hätten die Frauen praktisch ein eigenes Vereinsheim ohne Herrenfußball-Mannschaften, sie hätten in zentraler Lage einen eigenen Rasenplatz und sie hätten nebenan den Kunstrasenplatz, den sie ebenfalls nutzen könnten.“

Die bei der Sitzung anwesenden Vereine beschlossen, den Kooperationsgedanken in einem weiteren gemeinsamen Gespräch zu vertiefen. Zu diesem sollen dann neben dem Vorstand von Eintracht Emden JFV auch die im Schulfußball tätigen Uwe Pfeiffer (Lehrausschuss) und Severin Tillmann (Schulfußball-Referent) eingeladen werden. „Wir müssen in erster Linie an die Schulen heran, um die Mädchen frühzeitig für den Vereinsfußball zu gewinnen und die Zahl der aktiven Spielerinnen hier in Emden nachhaltig zu erhöhen“, betonte Manfred Bruns, Trainer der Frauen-Mannschaft beim TuS Rot-Weiß.

Quelle: Emder Zeitung vom Dienstag, 19. Februar 2019, Seite 15
www.EmderZeitung.de

Stadtsportbund Emden e. V. © 2018