Ein nachträgliches Geschenk für Junker?

Der Volleyball-Trainer Jan Junker ist gestern 70 geworden und reist heute mit BW Borssum II zur TSG Westerstede II

Mit einem Auswärtssieg können die Volleyballerinnen der zweiten Mannschaft von Blau-Weiß Borssum ihrem Trainer Jan Junker heute ein ganz besonderes Geschenk bereiten. Junker hat gestern seinen 70. Geburtstag gefeiert. Der ehemalige Schulsportbeauftragte der Stadt Emden ist wie kaum ein anderer mit der Volleyball-Abteilung von BW Borssum verbunden. Er gründete sie im Jahr 1972 und engagierte sich seitdem in verschiedenen Funktionen in der Sparte. Heute fährt Jan Junker mit den BW-Spielerinnen und seinen Trainer-Kollegen Lothar Laerum und Anja Welzel zur TSG Westerstede II.

Bis auf die Partie gegen den Tabellenzweiten Wilhelmshavener SSV hat Borssums Zweite bisher alle ihre zehn Spiele gewonnen. Mit 26 Punkten stehen die Blau-Weißen nach der Winterpause als Spitzenreiter der Bezirksliga Oldenburg/Ostfriesland (Staffel 1) sehr gut da. Die Verfolgerinnen aus Wilhelmshaven sind Borssum jedoch mit nur drei Punkten Rückstand dicht auf den Fersen. Zudem haben sie eine Partie weniger gespielt. Die Emderinnen können sich daher jetzt nicht zurücklehnen, sondern müssen weiter fleißig Punkte sammeln. Auch die TG Wiesmoor hat mit fünf Punkten Rückstand noch Chancen auf den Titel.

Sehr spannend könnte es werden, wenn sowohl Borssum als auch Wilhelmshaven alle ihre verbleibenden Partien gewinnen. „Dann kommt es zum Showdown”, sagte BW-Trainer Lothar Laerum. Am letzten Spieltag, 17. März, reisen die Borssumerinnen zu ihrem derzeitigen Verfolger in die Jadestadt und würden dann dort um die Meisterschaft spielen.

Den Tabellensechsten nicht unterschätzen

Zunächst hat das zweite BW-Team jedoch die heutige Partie im Blick. Gegen die TSG Westerstede II dürfte ein Sieg machbar sein. Auch wenn Laerum davor warnt, den Tabellensechsten zu unterschätzen: „Ihre Platzierung täuscht über ihr wahres Leistungsvermögen hinweg. Das Team verfügt über gute Spielerinnen, manchmal fehlt aber die Konstanz.”

In die Karten dürfte seinem Team aber die Tatsache spielen, dass Westerstede vor der Partie gegen Borssum noch gegen die starken Wilhelmshavenerinnen (15 Uhr) am Netz steht. Das wird den Gastgeberinnen einige Kondition kosten. Auch das Hinspiel-Ergebnis lässt die Emderinnen auf einen erneuten Erfolg hoffen: Im Oktober letzten Jahres hatte Borssum in eigener Halle mit 3:1 gegen Westerstede gewonnen.

Quelle: Emder Zeitung vom Samstag, 13. Januar 2018, Seite 26 

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