Nicht nur das Treppchen zählte

Siegerehrung der erstmals durchgeführten Laufserie „Ostfriesische Sieben”.

Wenn am 30. März mit dem Emder Berglauf auch der Startschuss zur zweiten Emden-Hinteraner Laufserie „Ostfriesische Sieben” fallen wird, gibt es einen gravierenden Unterschied zur Premiere im vergangenen Jahr: Es gibt dieses Mal Titelverteidiger. Die wurden nämlich am Mittwochabend im Rummel des Rathauses am Delft offiziell als Sieger 2018 geehrt, nachdem mit dem Emder Silvesterlauf die erste Emder Laufserie beendet war.

Und tatsächlich hat der letzte Lauf noch einmal einige Ergebnisse verändert: Fünf der sieben Läufe kamen in die Wertung, und wer beispielsweise zweimal nicht dabei war, aber im Silvesterlauf eine gute Platzierung erreichte, machte einen großen Satz nach vorne. So schob sich in der 5-km-Optik-Backer-Wertung der Männer noch der Loppersumer Matthias Eickholt auf Platz 2 zwischen Sieben-Sieger Andree Schultz und Torben Daniel. Dabei hatten die beiden einen solchen Start hingelegt, dass eigentlich nichts zwischen sie passte: Beide wurden beim Emder Berglauf 2018 als Sieger gewertet.

Dass es bei der „Ostfriesischen Sieben” und ihren einzelnen Läufen nicht nur ums Siegertreppchen geht, wurde auch bei der Siegerehrung deutlich: Obwohl lediglich 18 Urkunden und Preise auf die Sieger warteten, war es rappelvoll im Rummel. Und eine zwischenzeitlich lange Schlange formierte sich vor dem Tisch, an dem die T-Shirts und Jacken ausgegeben wurden. Das war der Jedermann-Preis: Wer fünf Läufe absolviert hat, bekam ein Shirt, für alle sieben Läufe gab es eine Jacke. Eine Idee aus Reihen des TuS Hinte wurde aufgegriffen: Wer sich für eine Jacke qualifiziert hat, aber auch ein Shirt haben möchte, kann das im Nachhinein kaufen.

Dass es nicht nur ums Treppchen ging, hatte auch Oberbürgermeister Bernd Bornemann beobachtet, der allen Läuferinnen und Läufern Gratulationsworte widmete und ausführliche Dankesworte für die Ausrichter und Helfer in den einzelnen Vereinen fand. Ausdrücklich hob Bornemann positiv hervor, dass bei allen diesen Läufen das Siegen nicht das allein Wichtige sei, sondern immer auch der Gedanke, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Bornemann wünschte allen Beteiligten noch „viele verletzungsfreie Laufkilometer.” Es sei sehr erfreulich, dass die Ostfriesische Sieben ins Laufen gekommen sei. „Ich hoffe, dass es ein Selbstläufer wird”, sagte Bornemann.

Ideengeber Benjamin Breuer, der Koordinator für Hochschulsport, hatte ebenfalls viele Dankesworte – für die Teilnehmer, die Helfer, die Mitorganisatoren der anderen Läufer und natürlich die Sponsoren, allen voran die Hauptsponsoren Sport Berkhan und Optik Backer. Breuer entschuldigte sich zudem für die eine oder andere Panne in den Wertungen. Für Breuer selbst gab es dickes Lob: „Du hast es geschafft, uns sieben zusammenzubringen”, stellte Dirk Damm fest, Mitorganisator des Wybelsumer Polderlaufes.

Dass es eine zweite Ostfriesische Sieben 2019 geben wird, daran ließ Breuer keine Zweifel aufkommen. Spätestens Ende Februar werden die ersten Anmeldungen möglich sein. Und am 30. März am Friesenhügel werden die ersten Punkte für die Wertung 2019 erlaufen.

Quelle: Zeitung vom Freitag, 18. Januar 2019, Seite 17
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