Baustelle Sportivo e. V. – Sportstättenbaumaßnahme neuer Schwingboden

Beim Emder Karateverein wird sowohl der Boden als auch das Dach erneuert.

Meterlange Filzrollen, Holzbretter und einige Quadratmeter Parkettboden stapeln sich im Sportivo in Emden. Seit einer Woche steht zudem ein riesiger Bauschuttcontainer vor dem Sportzentrum in der Ubierstraße 17. Derzeit gleicht der Karateverein eher einer Baustelle. Die Fensterfronten sind zugeklebt und im Trainingsraum ist nur der „nackte” Estrichboden zu sehen.

An Training ist da nicht zu denken: Denn anders als sonst, gehen nicht tagtäglich Karateka ein und aus, sondern Handwerker. Anfangs war nur geplant, den Boden im Trainingsraum zu erneuern. „Denn der alte ist mittlerweile 20 Jahre alt. Damals haben wir den noch selbst gelegt”, sagte Sportivo-Inhaber Antonio Dionisio. Aber diese Idee erwies sich als mehr schlecht als recht. „Da es für so einen Übungsraum einen speziellen Boden braucht und man auf so vieles auch achten muss, ist es besser, den von einer Firma legen zu lassen.”

Nun ist es erst einmal wichtig, dass eine Fußbodenheizung verlegt wird. Aufgrund der enormen Belastung des Bodens durch das Training hat Dionisio sich für Sportparkett entschieden. „Fundamental ist auch, dass es ein doppelter Schwingboden ist, der unter Belastung nachgibt”, so Dionisio. Denn Sprünge und andere Übungen gehören zum Training dazu. Ab dieser Woche sollte der neue Boden eigentlich schon verlegt werden, aber der Handwerker ist krankheitsbedingt ausgefallen.

„Dramatischer ist, dass das ganze Material aus Rosenheim und Ganderkesee schon angeliefert wurde und nun draußen stand.” Aber kurzerhand packten der Karatetrainer und ein paar Helfer aus dem Verein selbst mit an, und das Material wurde ins Sportzentrum gelegt.

Doch damit nicht genug: Auch das Dach wird erneuert. „Das war über die Jahre etwas undicht und wenn wir jetzt den neuen Boden haben, wäre es ja schade, wenn da etwas mit passieren würde”, sagte Dionisio.

Dass eine Umbaumaßnahme in diesem Umfang überhaupt möglich ist, bedarf es finanzieller Unterstützung. „Zum einen hat uns vor allem der Stadtsportbund mit Hans-Jürgen Wehmhörner (1. Vorsitzender) und Anja Büttner sowohl finanziell als auch in beratender Funktion sehr geholfen. Sie haben sich wirklich Mühe gegeben.”

Auch der Landessportbund und die Initiative „Ein Herz für Kinder” unterstützen den Emder Karateverein bei der Realisierung des Bodens. „Insgesamt werden 60 Prozent der Kosten durch Zuschüsse und Spenden realisiert und abgedeckt.”

Nicht zu vergessen sei aber auch das Engagement der Stadt Emden. Denn die Karateka müssen ihrem Training auch irgendwie nachkommen. „Wir haben mit der Stadt gesprochen und um Hallenzeiten gebeten. Das war dann auch gar kein Problem”, so der Sportivo-Inhaber. Die Stadt stellt den Kampfsportlern drei Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Beantragt hat Dionisio die Hallen bis Juni, aber sollten sich die Umbaumaßnahmen länger hinziehen, dann wäre es kein Problem, die Hallenzeiten zu verlängern.

Denn auch die Athleten müssen derzeit unter anderen Bedingungen trainieren und das vor dem Hintergrund, dass die diversen Meisterschaften weitergehen. Das tat den Karatekämpfern bei den Verden Open jedoch keinen Abbruch, denn sie zeigten trotzdem gute Leistungen (wir berichteten). „Aber wir versuchen natürlich, dass wir bis Anfang Juni wieder in unserem eigenen Dojo (Übungsraum) trainieren können

Quelle: Emder Zeitung vom Freitag, 10. Mai 2019, Seite 18
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